TTC Rot-Weiß Freiburg
Wir lieben Tanzen.
Die Geschichte des TTC

Spass am Tanzen! Dafür steht in der Regio seit 40 Jahren der TTC Rot-Weiss Freiburg. Gleichgültig, ob Sie einfach nur zum Vergnügen tanzen oder bei Tanzturnieren erfolgreich sein wollen:
beim TTC Rot-Weiss Freiburg sind Sie richtig.
Der TTC Rot-Weiss Freiburg wurde am 10.08.1961 gegründet. Dies geschah in der Aufbauphase der Nachkriegszeit, wo Geld und materielle Ressourcen knapp waren. So arbeiteten die damaligen Mitglieder im Verein mit, um "vereint" Ziele zu erreichen, die sonst in weite Ferne gerückt wären. Leider wird das in der heutigen Zeit immer schwerer, in der scheinbar vermehrt die Einstellung bei den Menschen vorherrscht, dass Vereine "Service"- Clubs sind, die nur noch in Form von "Wirtschaftsunternehmen" existieren können. Schon bald nach seiner Gründung wurde der Verein auch Mitglied im DTV (Deutscher Tanzsport Verband), nämlich am 01.10.1961. Doch damit nicht genug, fand schon am 18.11.1961, also noch im ersten Gründungshalbjahr, das erste vom TTC Rot-Weiss Freiburg organisierte Turnier statt. Auch im nächsten Jahr ging es gleich turbulent weiter. Am 25.03.1962 wurde der TTC Rot-Weiss Freiburg, quasi als Gründungsmitglied, Mitglied beim TBW (Tanzsportverband Baden-Württemberg).
Am 19.07.1962 übernahm Dipl.-Ing Hans Böttger dann das Amt des Präsidenten und leitete den Verein 10 lange Jahre. Unter seiner Regie wurde das Fundament für die spätere Entwicklung des Vereins und des Tanzsports in ihm gelegt.

1963 war auch wieder ein Meilenstein in der Geschichte unseres Vereins. In diesem Jahr wurde der Grundstein für die langjährige Tradition der Silvesterturniere und -bälle, in Zusammenarbeit mit der Kurverwaltung Hinterzarten , im dortigen Kurhaus, gelegt.

Seit 1964 war der damalige Freiburger Oberbürgermeister Eugen Keidel auch Ehrenvorsitzender des TTC Rot-Weiss Freiburg. 1965 brachte dann wieder eine einschneidende Veränderung mit sich. Der DTV wurde in den DSB (Deutschen Sportbund) aufgenommen. Das hatte zur Folge, dass alle seine Mitglieder und mit ihnen auch der TTC Rot-Weiss, das Amt des Jugendwartes neu in ihre Satzung aufnehmen mussten. Die nächste bedeutende Wegmarke in der rasanten Entwicklung unseres Vereins war dann 1968 die Aufnahme in den BSB (Badischen Sportbund ), sowie das Geburtsjahr einer unserer weiteren Traditionsveranstaltungen, des Rot-Weiss Balls.

1972, zum 10-jährigen Jubiläum gelang es der damaligen Vereinsführung, den Rot-Weiss Ball erstmals im Kongresssaal des Novotels abzuhalten, wo dieser dann auch lange Jahre beheimatet war. Bei dieser Gelegenheit wurde dann auch zum ersten mal ein Turnier um den "Grossen Preis von Baden" veranstaltet - auch dies wurde eine langjährige, liebevoll gepflegte Tradition. Das Besondere an diesem Turnier war, dass es von Beginn an aufgrund seiner ausgezeichneten Besetzung zu den Spitzenturnieren in Deutschland gehörte und auch im Ausland auf viel Resonanz stiess. Dies hat sich auch konsequent bis heute durchgezogen. In dieses Jahr fiel auch der Präsidentenwechsel von Hans Böttger zu Prof. Dr. Reiner Keller, der als neuer Vorstand den Verein 18 Jahre leiten und begleiten sollte. Eine weitere Premiere in diesem Jahr, nicht nur im TTC Rot-Weiss Freiburg, sondern auch in ganz Südbaden, war die Leistungsprüfung für unsere Breitensportpaare, das DTSA (Deutsches Tanzsportabzeichen).

Seit Gründung des Vereins befand sich dieser auf einer Odyssee, um seinen Paaren einen passenden Trainingsaal zur Verfügung stellen zu können. Dieses Hin und Her mit dem Trainingsraum liess den Wunsch nach einem Clubheim und die Bereitschaft, dafür Opfer zu bringen, stärker werden. Am 08.10.1978 zog der TTC Rot-Weiss dann in sein Clubheim bei der Firma Gockl in der Böcklerstrasse ein, in dem er bis heute sein Zuhause hat. Mit viel Eigenarbeit und finanziellem Aufwand gelang es den damaligen Mitgliedern, eine 400 m² grosse Fabrikhalle in ein Clubheim zu verwandeln. Manche Clubmitglieder waren zunächst nicht vom Umzug begeistert wegen der damit verbundenen finanziellen Belastungen. Vielleicht spielte dabei aber auch das Bild mit,das sich den Mitgliedern bei der ersten Besichtigung dieser vollkommen leeren Industriehalle, die nur einen Zementboden hatte, bot. Es gab sogar eine „Gegen”-Versammlung. Aber das damals vorhandene Engagement der vielen Mitglieder, die unentgeldlich vielseitige und umfangreiche Arbeiten bei Ausbau und Inneneinrichtung geleistet haben, hat das zweifellos schwierige Unternehmen gelingen lassen. Die nun erstmals gebotenen täglichen Trainingsmöglichkeiten waren die Grundlage für die zahlreichen seitherigen sportlichen Erfolge im Turnier- und Breitensport.


Der stetigen Aufwärtsentwicklung unseres Vereins in allen Bereichen ist es dann auch zu verdanken, dass schon 1979 die Mitgliederanzahl erstmalig die Marke 300 überkletterte. Zum 20-jährigen Jubiläum 1981 hat der TTC Rot-Weiss Freiburg dann ein Lateinturnier mit Beteiligung der damaligen Weltspitze veranstaltet.


1985 wurde am 15.06. die neue Stadtbahnlinie 1 nach Landwasser in Betrieb genommen, deren Endhaltestelle sich auch heute noch genau vor unserem Clubheim befindet. Damit war unser Verein auch für zahlreiche Jugend
liche und Menschen ohne Auto gut und sicher zu erreichen.


1990 hat Reiner Keller dann die Vereinsführung abgegeben. Dipl. Phys. Konrad Beck wurde von der Mitgliederversammlung zum neuen Präsidenten gewählt und hatte dieses Amt bis 1998 inne. Verglichen mit der Entstehung und bisherigen Entwicklung des TTC Rot-Weiss Freiburg waren dies ruhige Jahre.

Die Traditionsturniere "Grosser Preis von Baden" und "Breisgau-Pokal" sowie der Silvesterball in Hinterzarten wurden regelmässig durchgeführt und die Mitgliederentwicklung und das Vereinsleben konnte nun von den immensen Vor- und Aufbauarbeiten profitieren.


1997/1998 konnten die Kräfte der Mitglieder nochmals mobilisiert werden und unser Verein schaffte in Eigenarbeit die komplette Renovierung des Clubheims.

Weiterhin wurde unter Konrad Beck eine clubeigenen JMD-Abteilung (Jazz und Modern Dance) aufgebaut. Dies Unterfangen liess sich sehr gut an. Unsere Formation "Release" schaffte mit ihrer Trainerin Christina Schnock in Rekordzeit den Sprung in die erste Bundesliga und dort auf den sensationellen 3. Platz bei der Deutschen Meisterschaft.
Nachdem die Trainerin der JMD-Abteilung und Mitglieder der Jazzformationen den Verein verlassen hatten, gelang es mit vereinten Kräften, eine neue Trainerin zu finden. Seitdem sorgt Susanne Skrobarczyk dafür, dass die JMD-Abteilung ein aufstrebender und unverzichtbarer Teil unseres Vereins ist.


In sportlicher Hinsicht sind viele gute und bedeutende Tänzer aus unserem Verein hervorgegangen, die als Vorbilder und Trainer viele nachfolgende Tänzergenerationen gebildet haben. Dazu gehören Eugen Fritz/Ute Streicher ebenso wie Hans-Reinhard Galke/Bianca Schreiber, Holger Nitsche mit verschiedenen Partnerinnen und auch Manuela Faller und Jürgen Neudeck.



Verfasser:
Bettina Sterr